
CHRONOLOGISCHER ZEITSTRAHL DER BREMER LUFT- UND RAUMFAHRTGESCHICHTE

Henrich Focke, Carl Tiemann und Frido Kirchhoff auf dem Osterdeich.
Am Weihnachtstag 1909 erprobten die drei Primaner des Reformgymnasiums am Barkhof ihren selbstgebauten Hängegleiter.

Erster Freiballonaufstieg des BVL
Der erste Freiballon des Bremer Vereins für Luftfahrt (BVL) machte seinen Aufstieg am 18. Juni 1911.

Das Luftschiff LZ 11 „Viktoria Luise“ auf der Rennbahn
Das Luftschiff LZ 11 „Viktoria Luise“ am 2. Juni 1912 auf der Rennbahn in der Vahr. Wegen eines drohenden Gewitters wurde die Landung im letzten Moment abgebrochen.

Erste Flugzeughalle des BVL
Betriebseröffnung der ersten Flugzeughalle des Bremer Verein für Luftfahrt (BVL) auf dem Neuenlander Feld. Der BVL, gegründet 1909, ist einer der ältesten und traditionsreichsten Luftsportvereine in Europa und war Mitbegründer des Flughafen Bremen.

Erstflug der Focke Wulf A7
Im November 1921 startete in Bremen die von Henrich Focke und Georg Wulf auf dem Neuenlander Feld konstruiert und gebaute Focke Wulf A7 zu ihrem Erstflug. Der Erstflug wurde von Georg Wulf durchgeführt, die A7 erreicht dabei eine Höhe von über 200m und der Flug dauerte rund 10 Minuten. Die Maschine war mit einem Argus 50PS Vierzylinder-Reihenmotor aus dem Jahre 1910 ausgerüstet. Noch am selben Abend wurde durch einen sehr starken Sturm das Zelt, in dem die A7 untergebracht war, zerstört und das Flugzeug dabei schwer beschädigt. Mitte 1922 befand sich die Maschine wieder in einem flugfähigen Zustand.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Zulassung der Focke Wulf A7
Im Mai 1923 wurde der Focke Wulf Eindecker Typ A7 vom Reichsministerium, Abt. für Luft- und Kraftfahrwesen, zum öffentlichen Luftverkehr zugelassen. Die A7 erhielt die Zulassungsnummer. D-264. Damit war die Focke Wulf A7 das erste in Bremen gebaute Flugzeug, das auch eine Zulassung für den öffentlichen Luftverkehr bekommen hat. Damit haben Focke und Wulf den Grundstein für die Flugzeugindustrie in Bremen gelegt. Durch einen Kurbelwellenbruch wurde der 50 PS Argus Motor durch einen Siemens-Halske-5 Zylinder-Sternmotor Sh4 mit 55PS ersetzt. Die A7 blieb ein Unikat, und wurde noch bis 1931 unfallfrei als Schulmaschine eingesetzt. Danach fand die A7 ihren Weg in die Deutsche Luftfahrtsammlung Berlin, dort verschwand sie während des 2.Weltkriegs spurlos von der Bildfläche…
Foto: Airbus Archiv Bremen

Die “Focke-Wulf Flugzeugbau A.G.” wird gegründet
Am 2. Januar 1924 nahm die „Focke-Wulf Flugzeugbau A.G.“ den Betrieb auf. Die „Focke-Wulf Flugzeugbau A.G.“ entstand aus der „Bremer Flugzeugbau A.G.“, diese Firmengründung fand am 24. Oktober 1923 statt. Am 13. Dezember 1923 beschloß die ordendliche Generalversammlung der Gesellschaft die Umbennung der Firma in „Focke-Wulf Flugzeugbau A.G.“.
Bereits im Juni 1924 verließ das erste Flugzeug unter dem Namen „Focke-Wulf A 16“ die Werkhalle auf dem Neuenlander Feld. Das Passagierflugzeug für drei Fluggäste erhielt die Zulassung für den Luftverkehr ohne Probleme. Dieses Ereignis ist somit die „Geburtsstunde“ des kommerziellen Flugzeugbaus in Bremen und die Grundlage dafür basiert auf der erfolgreichen Entwicklung der A 7 „Storch“ . Die A 7 wurde noch bis 1931 als Schulungsmaschine benutzt. 50 Flugschüler lernten auf ihr das Fliegen und das unfallfrei.
Foto: Archiv Airbus Bremen

Focke-Wulf A 16 über Bremen
Die A16 war ein leichtes Passagierflugzeug für maximal 3 Passagiere und das erste Modell der 1924 gegründeten Focke-Wulf Flugzeugbau AG. Das Flugzeug wurde unter anderem im Bäderdienst zwischen Bremen und den Ostfriesischen Inseln eingesetzt.

Bremer Flughafen
Der Bremer Flughafen im Jahre 1927 vor der Fertigstellung der großen Halle „A“ mit der Straßenzuführung von der Friedrich-Ebert Straße. Flughafenfront von links: Halle „A“, Doppelhalle „B“, Verwaltungsbau, Gaststätte und alte BVL-Halle.

Bruchlandung der Junkers W 33 “Europa” in Bremen
Beim ersten Versuch den Nordlatlantik von Ost nach West zu überqueren, starteten am 14. August 1927 in Dessau die Schwesterflugzeuge vom Typ Junkers W33 mit den Namen „BREMEN“ und „EUROPA“. Beide Flüge musste wegen schlechten Wetters abgebrochen werden und die „EUROPA“ machte auf dem Rückweg nach Dessau eine Bruchlandung auf dem Bremer Flughafen. Die Besatzung der „EUROPA“ bestand aus Flugkapitän Cornelius Edzard, Flugkapitän Hans Risticz und Hubert Renfo Knickerbocker, amerikanischer Journalist. Die „BREMEN“ hat mehr Glück und landete am 15.08.1927 mit Flugkapitän Frirtz Loose, Flugkapitän Hermann Köhl und Freiherr von Hünefeld unbeschadet in Dessau.

Start der Junkers W33 “Bremen” zum Atlantikflug
Am 12. April 1928 startete die Junkers W33 „BREMEN“ vom irischen Flugplatz Baldonnel zum erfolgreichen Transatlantikflug.

Die Atlantikflieger Köhl, Fitzmaurice, V. Hünefeld
Der triumphale Empfang der erfolgreichen Ozeanflieger am 19. Juni 1928 in Bremen. Eine unübersehbare Menschenmenge begleiteten die Ozeanflieger auf ihrem Triumphzug durch die Bremer Innenstadt.

Cornelius Edzard und Max Middendorf nach Rekordflug
Cornelius Edzard und Max Middendorf nach ihrem Weltrekordflug von 1.601 Kilometern in geschlossener Bahn mit der S 24b „Kiebitz“ mit 82 PS Siemens-Motor am 20. August 1929.

Bremer Flughafen
Der Bremer Flughafen im Jahre 1930 mit den Focke-Wulf Werken auf der rechten Bildseite.

Focke-Wulf F 19A „Ente“ mit Cornelius Edzard über Bremen
Ein von Focke-Wulf 1926 entwickeltes Flugzeug in Entenbauweise, mit dem Georg Wulf am 29. September 1927 bei einem Erprobungsflug abstürzte und tödlich verletzt wurde.

Erstflug der Fw C-19 IV Autogiro
Ab 1930 erprobt Henrich Focke Tragschrauber des spanischen Konstrukteurs Cierva in Bremen. Im Juni 1932 startete die Fw C-19 IV Autogiro bei Focke-Wulf zum Erstflug. Mit einer verbesserte Version, die Fw C-30“Heuschrecke“, wurde die Serienfertigung gestartet. Es kam zu einer Lizenzfertigung von 43 Maschinen.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Gerd Achgelis im “Stieglitz” am Flughafen Bremen
Rückenflug-Demonstration von Gerd Achgelis in der Fw 44 „Stieglitz“ über dem Bremer Flughafen. Gerd Achgelis gewann 1931 die deutschen Kunstflugmeisterschaften und 1934 bis 1936 gewann er dreimal in Folge die internationalen US-Kunstflugmeisterschaften. 1937 gründete er zusammen mit Henrich Focke die Firma Focke, Achgelis & Co. GmbH für die Entwicklung und den Bau von Hubschraubern.

Der erste gebrauchsfähige Hubschrauber der Welt: Fw 61
1936 stellt Henrich Focke der Welt den ersten, in allen Apsekten funktionstüchtigen Hubschrauber Fw 61 vor. Der Erstflug der Fw 61 V1 erfolgte am 26. Juni 1936. Mit zwei Baumustern V1 und V2 brechen die damals bekannten Piloten Ewald Rohlfs, Hannah Reitsch, und Carl Bode alle Höhen-, Weiten-, Geschwindigkeits- und Flugzeit-Rekorde für Hubschrauber. Bei diesen Flügen wird auch die erste sichere Autorotationslandung demonstriert.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Bremer Flughafen
Der Bremer Flughafen war einer der modernsten Flughäfen seiner Zeit, im Jahre 1937 (Vorfeldansicht).

Gründung der Firma “Focke, Achgelis & Co. GmbH”
Am 27. April 1937 wurde die Firma „Focke, Achgelis & Co. GmbH“ gegründet. Die Firma spezialisierte sich auf die Konstruktion und den Bau von Hubschrauber. Sie hatte ihren Sitz in Hoykenkamp bei Delmenhorst. Die Namensgeber waren Professor Henrich Focke und der Kunstflugweltmeister von 1932, Gerd Achgelis.
Im Vorfeld, am 22. Dezember 1936, fand eine rein formelle Umwandlung der „Focke-Wulf Flugzeugbau AG.“ in „Focke-Wulf Flugzeugbau GmbH“ statt. Im Zuge dieser Umwandlung ist Professor Focke aus der Firma ausgeschieden, hat aber einen Sitz im Aufsichtsrat der „Focke-Wulf Flugzeugbau GmbH“ bekommen.
Am Standort Hoykenkamp wurde ab November 1937 die Fw 61 V2 erprobt und im Auftrag der Lufthansa der Hubschrauber Fa 226 „Drache“ entwickelt und gebaut. Die Fa 226 war für 700kg Nutzlast und mit einer Kabine für 4 Passagiere ausgelegt. Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges, im September 1939, wurde aus dem Fa 226 eine militärische Variante mit der Bezeichnung Fa 223 abgeleitet. Die Fa 223 hatte ihren Erstflug am 12.Juni 1940, es wurden 11 Hubschrauber ausgeliefert.
Im September 1945 wurde eine Fa223 von Deutschland nach England überführt, dieses Ereignis war die allererste Ärmelkanal-Überquerung eines Hubschraubers überhaupt.
Als weiteres Projekt wurde der Tragschrauber Fa 330 “Bachstelze“ als Beobachtungsplattform für U-Booten serienreif entwickelt. Die Flugerprobung der „Bachstelze“ begann im Frühjahr 1942. Es wurden etwa 120 „Bachstelzen“ gefertigt.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Fw 200 “Condor”
Die Fw 200 „Condor“, das damals modernste Großraumflugzeug der Welt, das nach nur einem Jahr Entwicklungszeit in Bremen am 6. September 1937 ihren offiziellen Erstflug absolvierte (hier die D-AMHC „Nordmark“ im Flugdienst der Lufthansa).
Foto: DLHD 3050-1-3

Fw 200 nach dem erfolgreichen Transatlantikflug am 10. August 1938
Ankunft der Fw 200 V1 D-ACON auf dem Flughafen Floyd Bennet Field in New York nach ihrem erfolgreichen Transatlantikflug am 10. August 1938 (Ankunft 11.08.1938).

Fw 190 im Werk Bremen
Der Erstflug der Fw 190 V1 fand am 1. Juni 1939 statt. Die Fw 190, genannt „Würger“ war ein deutsches Jagdflugzeug, das bei Focke-Wulf in Bremen unter der Leitung von Kurt Tank entwickelt und ab 1942 als Standardjäger der Luftwaffe eingesetzt wurde. Die Produktionszahlen aller Fw 190 Versionen stiegen -bis zum Ende des Krieges- auf über 18000 Maschinen.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Neuanfang bei Focke-Wulf
Am 01.09.1951 wurde der Segelflug-, Ballon- und Modellflugsport in der Bundesrepublik Deutschland wieder freigegeben und gleichzeitig nahm das Bremer Focke-Wulf-Werk, als erstes deutsche Flugzeugwerk, die Flugzeugproduktion wieder auf. Unter der Leitung von Hans Jacobsen, er war bis 1939 Leiter der Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug(DFS), entstanden zwei Hochleistungs-Segelflugzeuge in Serienfertigung, die einsitzige „Weihe50“ und der doppelsitzige „Kranich III“. Die Gesamtproduktion von „Weihe 50“ und „Kranich III“ betrug etwa 50 Stück.

Erstflug Focke-Wulf "Weihe 50"
Am 09. März 1952 startete die „Weihe 50“ vom Bremer Flughafen zum erfolgreichen Erstflug. Am Steuerknüppel saß Flugkapitän Hanna Reitsch. An diesem Tag führte sie fünf weitere Testflüge mit der einsitzigen „Weihe 50“ durch. Das erste Segelflugzeug aus der Serienproduktion von Focke-Wulf ging an den Deutschen Aero-Club.
Foto: Peter Dresen

Erstflug Focke-Wulf “Kranich III”
Fast 2 Monate nach dem Erstflug der „Weihe 50“, startete am 1. Mai 1952 das doppelsitzige Segelflugzeug "Kranich III" zum erfolgreichen Erstflug. Auch bei diesem Erstflug saß Flugkapitän Hanna Reitsch am Steuerknüppel. Mit dem „Kranich III“ wurde am 8. April 1954 ein neuer Weltrekord im Dauerflug aufgestellt. Der französische Pilot Bertrand Dauvin schraubte diesen Rekord auf 57 Stunden und 11 Minuten.
Foto: Josef Auer

Erstflug “Bremen-Lane”
Am 18 Juni 1952 startete das erste deutsche Ganzmetall-Segelflugzeug, „Bremen-Lane“, zum Erstflug in Bremen. Der ehemalige Chefkonstrukteur von Focke-Wulf, Ernst Nipp, konstruierte und baute zusammen mit dem ehemaligen amerikanischen „Airport Administrator“ in Bremen Frank Lane und dem Fluglehrer Jan Eilers die doppelsitzige „Bremen-Lane“ in der Leichtmetallfabrik Ernst Nipp & Co.am Flughafen. Den Erstflug und die weiteren Flüge zur Flugerprobung führte Jan Eilers durch.
Foto: Nipp

Hanna Kunath (1909-1994)
Hanna Kunath erwarb 1934 als erste Frau in Bremen die Pilotenlizenz fü̈r Motorflugzeuge und blieb bis ins hohe Alter als Pilotin aktiv. Sie war Fluglehrerin im Bremer Verein fur̈ Luftfahrt e.V. und gründete dort eine Frauengruppe zur Ausbildung von Pilotinnen.

Flotte der Lufthansa Verkehrsfliegerschule
Vorn Beechcraft Twin Bonza, im Hintergrund De Havilland DHC-1 Chipmunk.

Das Focke-Borgward Kolibri Projekt
Der Borgward-Focke BFK-1 „Kolibri“ war ein Gemeinschaftsprojekt von Carl F.W. Borgward und Henrich Focke zur Entwicklung eines „Volkshubschraubers“. Die Entwicklung begann am 2. August 1956 in Bremen-Sebaldsbrück.

Weserflug Werk Lemwerder Neubeginn mit F/RF-84, T-33 und Noratlas 2501
Die Weser-Flugzeugbau GmbH in Lemwerder begann den Wiederaufbau nach dem Krieg mit einem Großauftrag über die Entmottung, Instandsetzung und Wartung der aus den USA stammenden 558 Republic F/RF-84F Thunderstreak/Thunderflash Düsenflugzeuge für die Bundesluftwaffe. Die ersten drei Maschinen trafen Anfang November 1956 ein und im März 1957 startete die erste instandgesetzte F-84F zum Erstflug. Anfang 1957 begann auch der Aufbau einer Entwicklungsabteilung in Lemweder, die den Anforderungen des modernen Flugzeugbaus entsprach. Das war die Grundlage für die Entwicklung und Bau der Transall C-160, sowie die Entwicklung des Kranhubschraubers WF-S 64, in Zusammenarbeit mit Sikorsky in den USA.
Zu einem weiteren Ausrüstungsauftrag kam es Mitte 1958. Die Bundesluftwaffe hatte fünfundsechzig Lockheed T-33 Trainer aus US-Beständen gekauft, die in Lemwerder auf den neuesten Ausrüstungsstand gebracht wurden. Parallel zu diesen beiden Betreuungsaufgaben begannen im Februar 1959 die Wartungs- und Überholungsarbeiten in Lemwerder, für die im Einsatz stehenden Noratlas 2501 Transportmaschinen der Luftwaffe. Die Weser-Flugzeugbau GmbH ging 1961 in den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) auf und die gesamten ehemaligen Weser-Flugzeugbau Standorte blieben erhalten.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Piaggio Fw P 149D
Erster Großauftrag fur̈ Focke-Wulf nach Wiederfreigabe des Flugzeugbaus in Deutschland: 190 Flugzeuge vom Typ Fw P 149D wurden als Schulungs- und Kurierflugzeuge fur̈ die Bundeswehr von Focke-Wulf in Bremen gefertigt und betreut (in Lizenz von Piaggio). Die P 149D war bei der Bundeswehr bis zum 31. März 1990 im Dienst..
Foto: Wohlers

Blume Bl 502, das erste nach dem 2.Weltkrieg in Bremen gebaute Motorflugzeug
Der Erstflug der Blume 502 erfolgte am 14. März 1957 in Bremen. Der Konstrukteur Walter Blume war bis 1945 Technischer Leiter und Geschäftsführer bei Arado und Konstrukteur des zweisitzigen Reiseflugzeuges Arado Ar 97 aus dem Jahre 1938. Walter Blume entwickelte aus der Ar 97 das viersitzige Ganzmetall-Flugzeug Blume 500. Die Blume 500 diente als Bruchzelle für umfangreiche Belastungstests inklusive der Standschwingungsversuche. Unter der Bezeichnung Blume 502 und Blume 503 entstanden zwei weitere flugfähige Varianten. Die drei Maschinen wurden bei Focke-Wulf in Bremen gebaut und getestet. Die Bl 502 erhielt ihre Zulassung am 18. April 1958, die Blume 503 am 20. Oktober 1959. Zu einer Serienfertigung kam es nicht mehr.

Erstflug des Kolibri
Am 9. Juli 1958 startete der „Kolibri“ V1 auf dem Borgward-Werksgelände zum Erstflug. 1960 wurde der „Kolibri“ V2 fertiggestellt. Leider musste Borgward 1961 Insolvenz anmelden und das Kolibri-Projekt wurde beendet und die Hubschrauber verschrottet.

Der fertige Prototyp des Kolibri
Der fertige "Kolibri" V2 auf dem Bremer Flughafen. Insgesamt wurden nur zwei Prtotypen gebaut, da mit dem Konkurs von Borgward im Jahre 1961, die Entwicklung abgebrochen werden musste. Beide Hubschrauber wurden leider verschrottet.
Im Hubschraubermuseum Bückeburg sind noch einige wenige "Kolibri"- Originalteile in der Ausstellung zu besichtigen.

Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsring Nord/ERNO“
Am 1. Juli 1961 wurde durch die Zusammenführung von Mitarbeiter der Firmen „Weser“ Flugzeugbau GmbH, Focke-Wulf GmbH und Hamburger Flugzeugbau GmbH die „Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsring Nord/ERNO“ gegründet. Das gemeinsame Projektbüro befand sich auf dem Gelände der Focke Wulf GmbH in Bremen und beschäftigte sich mit der Entwicklung von Luft- und Raumfahrtgeräten.
Mit dem Luftfahrtprojekt Nr.4 des Jahres1961, „ERNO 61-4“, entstand die „Keimzelle“ der späteren VFW 614 und mit dem Raumfahrtprojekt „ASTRIS“ entwickelte und baute ERNO die 3. Stufe der EUROPA-1 Rakete.

Fliegender Kran WF-S 64
Der fliegende Kran war 1962 der größte Hubschrauber der westlichen Welt. Er wurde von der Firma Sikorsky und Weserflug(ab 1963 VFW) gemeinsam entwickelt.
Der Erstflug fand am 9. Mai 1962 in den USA statt. Im selben Jahr erhielt Weserflug zwei in Kisten verpackte Maschinen der WF-S 64. Es handelte sich hier bei um den zweiten und dritten Prototyp. Nach dem Zusammenbau und dem Einfliegen der beiden Hubschrauber, wurden sie zur weiteren militärischen Erprobung an die Bundeswehr übergeben. Die WF-S 64 stand somit in Konkurenz zur CH-53 bei der Beschaffung eines mittelschweren Hubschraubers für die Bundeswehr. Die CH-53 hat das „Rennen“ gewonnen.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Erstflug der Transall C-160 V2 in Lemwerder
Die Transall C-160 war ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt, das in den 1960er Jahren gestartet wurde und an dem von deutscher Seite vor allem die Firmen „Vereinigte Flugtechnische Werke (VFW)“ Bremen und „Hamburger Flugzeugbau GmbH (HFB)“ beteiligt waren. Der Erstflug der ersten in Lemwerder endmontierten Transall C-160 V2 fand am 25. Mai 1963 statt. Zuvor sartete am 25. Februar 1963 der von Nord-Aviation gebaute 1. Prototyp, Transall C-160 V1, zum erfolgreicher Erstflug. Nach den ersten erfolgreichen Erprobungsflügen wurde die V2 zum Aero Salon nach Le Bourget geflogen. Zusammen mit der V1 absolvierte die V2 einige beachtenswerte Demonstrationsflüge, in denen sie ihre herausragenden Eigenschaften dem Fachpublikum vorführen konnten. In Finkenwerder erfolgte am 19. Februar 1964 der Erstflug des dritten und letzten Transall-Prototypen, der C-160 V3. Bis Mitte Mai 1966 hatten die drei Prototypen 3300 Flugstunden absolviert.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Gründung der Vereinigten Flugtechnischen Werke GmbH
Durch die Fusion von „Weser“ Flugzeugbau GmbH und Focke-Wulf GmbH, Bremen, entstand das erste Großunternehmen der deutschen Luftfahrt-Industrie nach dem zweiten Weltkrieg unter der neuen Bezeichnung „Vereinigte Flugtechnische Werke GmbH (VFW)“. Zum Zeitpunkt der Fusion verfügte VFW über ca. 7000 Beschäftigte. Die Fusion der beiden Firmen wurde am 12. November 1963 im Rahmen eines Festaktes in der Villa Hügel in Essen besiegelt.

HFB 320-Flugerprobung in Lemwerder
Der Erstflug des HFB 320 V1 „Hansa Jet“ erfolgte am 21.04.1964 vom HFB-Werksflugplatz in Finkenwerder und endete nach 73 Minuten mit einer erfolgreichen Landung auf dem VFW- Flugplatz in Lemwerder. Der Teil der Flugerprobung, der zur Ermittlung der grundlegenden Start- und Landeeigenschaften dient, musste in Lemwerder durchgeführt werden, weil es hier bei VFW eine Start- und Landebahn mit ausreichender Länge gab um diesen Teil der Flugerprobung sicher durchführen zu können. Weitere Flugerprobungen der HFB 320 V1 fanden in Finkenwerder und Torrejon in Spanien statt.
Foto: HFB

Heinkel fusioniert mit VFW
Am 20. November 1964 fusionierte die Firma Ernst Heinkel Flugzeugbau GmbH mit VFW.
Vor der Fusion mit VFW befasste sich Heinkel mit den Lizenzfertigungen der Fouga Magister CM-170, des Lockheed F-104 G Starfighters und der Fiat G.91 für die Bundeswehr. Diese Lizenzfertigungen erfolgten in Kooperation mit den Dornier-Werken GmbH, der Messerschmitt AG und der Siebelwerke.
Die Firmen Heinkel, Messerschmitt und Bölkow gründeten 1959 die Entwicklungsring Süd GmbH zur Entwicklung des Senkrechtstarters VJ 101. Der erste Schwebeflug der VJ 101 erfolgte am 20. September 1963.
Seit 1963 arbeitete Heinkel am Projekt He 212 eines viermotorigen senkrecht startenden Transportflugzeugs mit schwenkbaren Tragflügeln in Tandembauweise. Das He 212 Projekt wurde bei VFW unter der Bezeichnung VC 400 bis 1971 weitergeführt.
Foto: VFW

Erstflug der Transall C-160 A02 in Lemwerder
Der Erstflug der ersten in Lemwerder endmontierten Vorserienmaschine Transall C-160 A02 fand am 24. Juni 1965 in Lemwerder statt. Der Erstflug dauert 56 Minuten. Die Erprobungen der sechs Null-Serien Maschinen dienen zum Nachweis der Truppentauglichkeit und zur Anpassung der technischen Parameter bei der zukünftigen Serienfertigung.
Bis Oktober 1972 wurden in Lemwerder 57 Transall Maschinen endmontiert.
Foto: Airbus Archiv Bremen

“Studiengruppe Airbus
Am 02. Juli 1965 gründeten die Luftfahrtunternehmen VFW in Bremen, Dornier, Bölkow-SIAT, Messerschmitt und der Hamburger Flugzeugbau die „Studiengruppe Airbus“ in München. Die Studiengruppe arbeitete am Konzept und an technischen Entwicklungen zum Bau eines deutsch-französischen Großraumflugzeuges. Im Dezember 1965 erfolgte die Umfirmierung in „Deutsche Arbeitsgemeinschaft Airbus“. Aus dem Zweistaatenprojekt wurde in den Folgejahren ein europäisches Flugzeugprojekt zum Bau eines Großraumflugzeuges. Am 28. September 1972 fand in Toulouse der offizielle „Roll-out“ des ersten A300B statt.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Erstflug der Fokker F 28 „Fellowship“
Am 09.Mai 1967 absolvierte die Fokker F 28 „Fellowship“ ihren erfolgreichen Erstflug. Der Start erfolgte auf dem Flughafen Schiphol südwestlich von Amsterdam. Dieses zweistrahlige Mittelstreckenverkehrsflugzeug der Firma Fokker wurde in internationaler Zusammenarbeit entwickelt und gebaut. Die F 28 kann bis zu 65 Passagiere mit einer max. Reisegeschwindigkeit von 815 km/h befördern. Der Vorderrumpf, das Rumpfheck mit Höhenleit- und Seitenleitwerk wurden von VFW in Bremen konstruiert und im VFW-Werk Einswarden gefertigt. Insgesamt wurden 241 F 28 Maschinen gebaut. Im Jahre 1985 wurde die F 28 Produktion durch die verbesserten und modernisierten Varianten F 100 und F 70 ersetzt.
1996 ging Fokker in die Insolvenz und stellte die Produktion ein. Im Zeitraum von 1985 bis 1996 wurden noch insgesamt 331 von der F 100 und der F 70 Variante gefertigt.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Bremer Luftfahrttage '67
Am 17.05.1967 starteten die fünftägigen Bremer Luftfahrttage mit einem Festakt anlässlich der offiziellen Vorstellung des ersten Transall C-160 Serienflugzeuges bei VFW in Lemwerder. Weitere Höhepunkte gab es an den Folgetagen mit dem „Tag der offenen Tür“ auf dem Flughafen und bei VFW in Bremen, Hünefeldstraße. Der Großflugtag auf dem Bremer Flughafen bildete den Abschluss der sehr erfolgreichen Bremer Luftfahrttage. Umrahmt wurden diese Tage durch Fachkonferenzen, öffentliche Vorträge zur Luft- und Raumfahrt, Ausstellungen und Vorführungen von Luftwaffe und Marine und tägliche Platzkonzerte in verschiedenen Bremer Stadtteilen.
Allein 70000 Besucher fanden sich zum Großflugtag auf dem Neuenlander Feld ein, um die neuesten Flugzugtypen am Boden und in der Luft zu bestaunen. Ein Highlight war die französische Kunstflugstaffel „Patrouille de France“.
In der Presse stand am nächsten Tag: “Bremer Luftfahrttage ein voller Erfolg / Überragend die französische Kunstflugstaffel“

Luftaufnahme des Werkes Lemwerder der Vereinigten Flugtechnischen Werke (VFW) aus dem Jahre 1968.
Luftaufnahme des Werkes Lemwerder der Vereinigten Flugtechnischen Werke (VFW) aus dem Jahre 1968.

Schwebegestell zur Entwicklung der VAK 191 B
Die VAK 191 war ein strahlgetriebenes deutsches Senkrechtstarter- Experimentalflugzeug, das von den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW) in Bremen entwickelt wurde. Es sollte das leichte Erdkampfflugzeug Fiat G.91 ersetzen.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Gründung von VFW-Fokker
Am 8. Mai 1969 erfolgte die Gründung der „Zentralgesellschaft VFW-Fokker GmbH“ in Düsseldorf mit der Unterzeichnung der Verträge zwischen den „Vereinigten Flugtechnischen Werken“ und der „N. V. Koninklijke Nederlanse Vliegtuigenfabriek Fokker“. Die Gesellschafter VFW und Fokker sind mit jeweils 50 % an der Zentralgesellschaft mit Sitz in Düsseldorf beteiligt.
Die neue Firmenbezeichnung der deutschen Betriebsgesellschaft lautet
„Vereinigte Flugtechnische Werke-Fokker GmbH“ (VFW-Fokker)
und die der niederländischen Betriebsgesellschaft
„Fokker-Vereinigte Flugtechnische Werke N. V.“ (Fokker-VFW)

Das A300 Abkommen wird unterzeichnet
Am 29. Mai 1969 besiegelten der französische Verkehrsminister Jean Chamant und der deutsche Minister für Handelsfragen Karl Schiller mit ihren Unterschriften den Gründungsvertrag über den gemeinschaftlichen Bau des zweistrahligen Airbus A300, des europäischen und weltweit ersten Großraumflugzeugs für Kurz- und Mittelstrecken. Das historische Abkommen wurde auf der Pariser Luftfahrtschau in Le Bourget in einer originalgetreuen A300 Rumpfattrappe geschlossen.
Foto: Airbus

VFW H3 Erprobung
Der dreisitzige H3 Prototyp des völlig neuen Hubschrauberprinzips mit Kaltgas-Blattspitzen-Reaktionsantrieb, hatte am 5. Mai 1970 seinen erfolgreichen Erstflug. Der Flugschrauber war leicht zu fliegen und wartungsarm, hatte kein Hauptrotorgetriebe und kein Heckrotor. Im Vorfeld, anfang der sechziger Jahre, wurde das Funktionsprinzip mit dem einsitzige H2 Flugschrauber erfolgreich in Lemwerder erprobt. Ermutigt durch die guten H3 Erprobungsergenisse, gingen ein fünf- und siebensitziger Flugschrauber(H5 + H7) in die Planug. Durch den Wegfall staatlicher Forschungsmittel, konnte das Projekt nicht weitergeführt werden und wurde 1973 eingestellt. Leider konnte bis zur Einstellung des Projektes, das Lärmproblem, das durch den Blattspitzen-Reaktionsantrieb hervorgerufen wurde, nicht gelöst werden.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Roll-Out VAK 191B
Roll-Out des ersten von drei Prototypen der VAK 191 B am 24. August 1970 in Bremen.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Henrich Focke an seinem 80. Geburtstag
Prof. Henrich Focke, Begründer der bremischen Luftfahrt und Hubschrauberpionier an seinem 80. Geburtstag am 8. Oktober 1970 mit einem Modell des Hubschraubers FA-223.

Die Gründung von Airbus Industrie
Am 18. Dezember 1970 wurde in Paris die Firma „Airbus Industrie“ als Gemeinschaft selbständiger Firmen mit Sitz in Toulouse gegründet. Sie war ein Zusammenschluss der französischen „Aérospatiale“ mit den „Vereinigten Flugtechnischen Werken“ und „Messerschmitt Bölkow Blohm“. Großbritannien beteiligte sich nicht offiziell, war aber durch „Hawker Siddeley“ vertreten. „Fokker-VFW“ und „CASA“ stiegen bei der „Airbus Industrie“ mit ein. Das Ziel dieser Gründung war es, die Entwicklung, Fertigung, Verkauf und Kundendienst der A300B zu koordinieren.
Der 18. Dezember 1970 war der Beginn einer beispiellosen europäischen Erfolgsgeschichte im internationalen Flugzeugbau.

Erstflug der VFW 614
Die VFW 614 war das erste mit Strahltriebwerken ausgerüstete Passagierflugzeug, das in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde. Der Erstflug erfolgte am 14. Juli 1971 in Bremen.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Erstflug VAK 191B
Am 10. September 1971 erfolgte der Erstflug des Senkrechtstarters VAK 191B in Bremen. Drei Prototypen sind hergestellt und zwischen 1971 und 1975 erprobt worden. Zur Serienfertigung kam es nicht mehr.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Erstflug des ersten Airbus A300B MSN 001
Am 28. Oktober 1972 erfolgte der Erstflug des ersten Airbus A300B MSN 001. Dieses ist der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte im Flugzeugbau.
Foto: Airbus Archiv Bremen

Der A300B Prototyp landet erstmals in Bremen
Zum aller ersten Mal landete am 06. Mai 1973 der Airbus A300B Prototyp auf dem Neuenlander Feld in Bremen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die beiden A300B Prototypen schon mehr als 450 Stunden Flugerprobung hinter sich. Viele Bremer VFW-Fokker Mitarbeiter waren maßgeblich am Zustandekommen dieses europäischen Luftfahrtprojektes beteiligt.
Foto: Molkenthin

Erstflug der Panavia 200 MRCA (Tornado)
Am 14. August 1974 startete der erste Panavia 200 Prototyp (Tornado) in Manching zum Erstflug . Der Tornado ist ein mit Schwenkflügeln ausgerüstetes zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug (MRCA). Die Durchführung des MRCA-Programms liegt seit 1968 bei der Panavia Aircraft GmbH mit den Gesellschafterfirmen Aeritalia, British Aircraft Corporation(BAC) und Messerschmitt-Bölkow-Blohm(MBB). Die Serienproduktion begann 1989 und endete 1998. Insgesamt wurden 992 Maschinen ausgeliefert. 1995 waren 339 Tornados bei der deutschen Luftwaffe und Marine im Einsatz. Die Bremer Tornado-Bauanteile umfassten die Fertigung und Montage des Rumpfmittelteils, der Lufteinläufe und die Fertigung von Ausrüstungsteilen für die gesamte Tornado-Serie.
Foto: PANAVIA Aircraft GmbH

VFW 614 der Flugbereitschaft in Lemwerder
Kurz vor der Einstellung des VFW 614 Programms, Ende Dezember 1977, wurden noch drei VFW 614 an die Flugbereitschaft der Bundeswehr ausgeliefert. Die dritte VFW 614 (G19)war die letzte vollendete Serienmaschine des VFW 614 Progamms. Der letzte Einsatzflug einer Luftwaffen "614" erfolgte am 30. September 1998.
Foto: Molkenthin

Start der Ariane 1
Das Ariane-Projekt war der Nachfolger des nicht erfolgreichen Europa-Projektes zum Bau einer Trägerrakete. Für die Ariane 1- 4 wurde in Bremen die zweite Stufe gebaut; ab Ariane 5 die Oberstufe.
Foto: ESA

VFW 614 ATTAS der DLR
Das ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System) war ein Forschungsflugzeug des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig, das von 1985 bis 2012 eingesetzt wurde. Basis von ATTAS war die VFW 614 G17.
Foto: Molkenthin

Flughafen Bremen
Der Flughafen Bremen vor dem Umbau und dem Aufbau der Airport-Stadt.

Kapitän Jürgen Schumann Haus
Der Neubau der Lufthansa Verkehrsfliegerschule am Flughafendamm wurde am 6. Juni 1988 auf den Namen „Kapitän Jürgen Schumann“ getauft, um an den Kapitän der entführten „Landshut“ zu erinnern, der am 16. Oktober 1977 von Terroristen an Bord des Flugzeuges ermordet wurde.
Foto: Molkenthin

Air Bremen wird gegründet
Am 6. November 1988 wurde Air Bremen gegründet. Der Flugbetrieb wurde mit zwei geleasten Saab 340 am 28. März 1989 aufgenommen und im März 1990 noch durch eine weitere Sabb 340 aufgestockt. Von Bremen aus bediente Air Bremen die Ziele Brüssel, Kopenhagen, London, Paris und Wien. Da sich die Passagierzahlen nicht wie geplant entwickelten, mußte der Flugbetrieb bei Air Bremen am 22. August 1990 eingestellt werden.
Foto: Molkenthin

Die Super-Guppy am Bremer Flughafen
Die Säulen des Bremer Flugverkehrs: Düsenjets, propellergetriebene Zubringerflugzeuge und die Super-Guppy für den Transport von Großbauteilen zwischen den Airbus-Standorten in Europa.
Foto: Molkenthin

Satellit DFS – Kopernikus
DFS – Kopernikus 1-3 waren drei deutsche Fernmeldesatelliten, die in den 1980er Jahren bei ERNO entwickelt und gebaut wurden. DFS Kopernikus 1 wurde am 5. Juni 1989 mit einer Ariane 4 in den Weltraum geschossen.
Foto: MBB-ERNO

Der Bremer Verein für Luftfahrt
Der langjährige Standort des Bremer Verein für Luftfahrt e.V. am Flughafen Bremen mit Fliegerturm, Flugzeughalle und Vereinsflugzeugen.
Foto: BVL

Erste Landung des Airbus A300-600 ST Beluga in Bremen
Der Airbus A300-600ST „Beluga“ als leistungsfähigeres Verbindungsglied zu den Airbus- Produktionsstätten in Europa. Der Erstflug dieser Maschine erfolgte am 13. September 1994. Die Beluga löst die Super-Guppy für den wachsenden Transportbedarf von Großbauteilen zwischen den europäischen Standorten ab. Mit 1.400 Kubikmetern hat die Beluga einen der weltweit größten Frachträume. Im Rahmen der Flug- und Einsatzerprobung landete die „Beluga“ am 30. November 1994 zum ersten Mal in Bremen.
Foto: Molkenthin

Spacelab STS-65 Mission
Das Spacelab, ein wiederverwendbares Raumlabor für wissenschaftliche Experimente, wurde ab 1974 von einem Firmenkonsortium unter der Leitung von ERNO in Bremen entwickelt und gebaut, flog erstmals auf der Mission STS-9 im Jahre 1983. STS-65 war der 11. Einsatz eines bemannten Spacelab-Moduls. Zwischen 1983 und 1998 flogen Spacelab-Module insgesamt 22 Mal mit dem Space Shuttle mit und kamen so auf 244 Tage in der Erdumlaufbahn.
Foto: NASA/ESA

Gründung des Vereins „Wir holen die BREMEN nach Bremen“
Die Gründungsmitglieder des Vereins „Wir holen die BREMEN nach Bremen e.V.“ vor der Gründungsversammlung am 16. Juni 1995 in einer Junkers JU 52, auf dem Flug von Bremen nach Uetersen.
Foto: Archiv Volker Schmidt

Das 2. Leben der VFW 614 G15 in Bremen
Die VFW 614 G15 ist ein umgerüstetes Serienflugzeug, dessen analoge Flugsteuerung für Erprobungszwecke auf elektronische Flugsteuerung umgerüstet wurde. Als „Advanced Technologies Demonstrator (ATD)“ wurde es bis zum Jahr 2000 für Testflüge eingesetzt.
Foto: Molkenthin

Die BREMEN zum 70. Jahrestag des Atlantikfluges auf dem Marktplatz
Genau 70 Jahre nach der Rückkehr der Atlantikflieger Hermann Köhl, James Fitzmaurice und Günther von Hünefeld feierte Bremen am 18. Juni 1998 auf dem Bremer Marktplatz ein rauschendes Fliegerfest, bei dem die frisch restaurierte BREMEN bewundert werden konnte.

Das Condor Restaurierungs-Team
Das 1999 aus einem norwegischen Fjord geborgene Wrack einer Fw 200 CONDOR wird seit 2002 von einem Team von 60 ehemaligen Airbus-Mitarbeitern ehrenamtlich restauriert.
Foto: Condor Team

Werder Bremen ist Deutscher Meister
Am 8. Mai 2004 kehrt die Mannschaft von Werder Bremen mit einer Chartermaschine als Deutscher Fußballmeister zurück und wird schon auf dem Flughafen Bremen begeistert gefeiert.
Foto: Molkenthin

GALILEO – Projekt
Galileo ist ein europäisches Satellitennavigationssystem. Das System wird in der Endausbaustufe 30 Satelliten enthalten. Die Bremer Firma OHB-System AG ist an der Entwicklung von bisher 22 Satelliten beteiligt.
Foto: OHB

"Victor Papa” in Bremen
Am 9. August 2009 bekam der Bremer Flughafen Prominenten Besuch. Die Boeing 747-400 „Bremen“ landete zum ersten Mal in ihrer Patenstadt und war die Hauptattraktion beim „Lufthansa-Tag“. Seit dem 7. Oktober 1999 trägt der Jumbo Jet mit der Kennung „D-ABVP“ den Namen „Bremen“ . Dieses Flaggschiff der Lufthansa ist normalerweise auf den großen interkontinentalen Luftstraßen in Richtung Amerika und Asien im Einsatz . Dabei trägt der fliegende Botschafter den Namen des kleinsten Bundeslandes in die große weite Welt.
Foto: Molkenthin

Neuer Trainer für die Lufthansa Verkehrsfliegerschule
Im Jahr 2009 erhielt die Lufthansa Flight Training Verkehrsfliegerschule fünf Cessna Citationjet CJ+ für die Fortgeschrittenenschulung, die die vorherigen Turboprop-Flugzeuge vom Typ Piper PA-42 Cheyenne für die Schulung ablösten.
Foto: Molkenthin

Das Ende der Ära VFW 614
Mit dem letzten Flug des Forschungsflugzeuges ATTAS am 7. Dezember 2012 von Braunschweig zum Flugplatz Schleißheim, geht eine Ära des bremischen Flugzeugbaus zu Ende.
Den Erstflug absolvierte VFW 614 G17 am 23.03.1978 in Lemwerder. 1985 kam sie umgerüstet als Versuchsträger ATTAS zur damaligen DFVLR, dem heutigen DLR und versah dort ihre Forschungsaufgaben bis 2012. In den letzten Jahren war die ATTAS“ die letzte fliegende VFW 614 weltweit.
Foto: Molkenthin

Bremen als Basis der AWI Polarflugzeuge
Die Forschungsflugzeuge „Polar 5“ und „Polar 6“ vom Typ Basler BT-67 des Alfred-Wegener- Instituts (AWI) sind seit Februar 2016 am Flughafen Bremen stationiert.
Foto: AWI Freigabe unter CC-BY 4.0

Bremen Airport Hans Koschnick
Bremen Airport Hans Koschnick

Mit dem ESM-1 aus Bremen zum Mond
Die NASA entwickelt und baut mit ihrem Orion-Programm ein Raumschiff, das für unterschiedlichste Zwecke im Erd-, Mond- oder auch Marsorbit eingesetzt werden kann. Das Orion Raumschiff soll erstmals 2022 vom Kennedy Space Center in Florida mit der neuen Artemis-Schwerlastrakete der NASA, zu einem unbemannten Flug starten, den Mond mehrfach umrunden und anschließend wieder zur Erde zurückkehren.
Ein zentraler Teil aller Orion-Raumschiffe ist das Europäische Service Modul ESM, das im Auftrag der NASA von der ESA zu wesentlichen Teilen in Bremen gebaut wird.
Am 2. November 2018 wird das erste Servicemodul nun vom Airbus-Standort in Bremen offiziell an die NASA übergeben. Am 5. November soll das „ESM-1“ zum Kennedy Space Center (KSC) der NASA nach Florida geflogen werden, wo es am 16. November vorgestellt wird. Im KSC wird das europäische Service-Modul mit dem Orion-Mannschaftsmodul und dessen Adapter verbunden und auf seinen ersten unbemannten Testflug, die Exploration-Mission 1, vorbereitet.
Foto: ESA

Erste Landung des Airbus “BelugaXL” in Bremen
Am 14.11.2018 landete zum ersten Mal eine Airbus A330-743L „BelugaXL“ im Bremen. Der Erstflug des Prototypen fand am 19. Juli 2018 in Toulouse statt . Insgesamt werden sechs „BelugaXL“ Transportflugzeuge die bestehenden Airbus A300-600ST „Beluga“ Flotte ergänzen.
Foto: Molkenthin

Die Restaurierungsarbeiten am Fw 200 “Condor” sind abgeschlossen.
Das Condor Fw-200-Restaurierungsprojekt bei Airbus ist abgeschlossen. In einer Halle in Bremen-Stuhrbaum wurde die rekonstruierte Fw 200 vollständig aufgebaut und im Juni 2021 in transportfähige Baugruppen zerlegt und nach Berlin transportiert. Im Hangar 7 des ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof fand die erneute Endmontage statt und die Maschine bleibt hoffentlich für immer im Hangar-7 beheimatet. Unter der Obhut des Deutschen Technikmuseums Berlin wird unsere Condor sicherlich einen herausragenden Platz in der Luftfahrsammlung des Technikmuseums einnehmen.
Foto: Condor Team

D-MARE startet zum Erstflug
Am 3.11.2021 um 11:30 hob die Zodiac 601 XL der „Flugtechnischen Vereinigung Henrich Focke an der Universität Bremen e.V.“ zu Ihrem Jungfernflug von der Runway 26 in Rotenburg/Wümme ab. Dieses studentische Projekt wurde ins Leben gerufen, um Studierenden der Luft- und Raumfahrt einen praktischen Bezug zur Luftfahrttechnik zu geben. Das Flugzeug entstand aus einem Bausatz des Herstellers Zenair Ltd. und wurde mit viel Einsatz von Studierenden und ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins endmontiert. Das Ultraleichtflugzeug soll zukünftig als Forschungsflugzeug dienen und natürlich auch bei den Studierenden Interesse an der aktiven Fliegerei wecken. Mit Hilfe von Sponsorengeldern und Mitgliedsbeiträgen konnte dieses zukunftweisende Projekt verwirklicht werden.
Link zum Zodiac 601XL Projekt
Foto: FVHF

Ariane 5 bringt das “James Webb” Teleskop erfolgreich ins All
Die Ariane 5 hat am ersten Weihnachtstag vom Europäischen Raumflughafen in Französisch-Guayana das Weltraumteleskop „James Webb“ erfolgreich ins All transportiert und so präzise auf Kurs gebracht, dass auf der Weiterreise weniger Treibstoff für Bahnkorrekturen verbraucht wird. Die Lebensdauer des zehn Milliarden Dollar teuren Teleskops verlängert sich dadurch nach Einschätzung der US-Weltraumbehörde NASA auf deutlich mehr als die erhofften zehn Jahre. An diesem großartigen Erfolg ist auch die in Bremen gebaute Ariane 5 Oberstufe maßgeblich beteiligt.
Foto: ESA

OHB Satellit „Heinrich Hertz“
Der Satellit „Heinrich Hertz“ ist ein geostationärer Forschungssatellit für die Erprobung neuartiger Kommunikationstechnologien, der im Jahre 2023 in seine Umlaufbahn geschossen werden soll. Federführend für die Entwicklung und den Bau dieses zukunftsweisenden Satelliten ist der Bremer Satellitenbauer OHB System AG.
Foto: OHB

Die A400M EC-404 geht in Bremen in den Ruhestand
Am 10. November 2022 landete zum letzten Mal die A400M MSN4 in Bremen um zu bleiben. Damit kehrt die Maschine zu seinen Wurzeln zurück, denn bis auf die Cockpitsektion, werden am Bremer Airbus Standort alle A400M-Rümpfe montiert und ausgerüstet. Danach werden die Rumpfsektionen mit dem Beluga Transporter zum Airbus Standort in Sevilla geflogen. Dort findet die Endmontage und Auslieferung der A400M statt.
Nach zwölf Jahren im Testflugbetrieb erhält die MSN04 am Bremer Standort zunächst eine neue Lackierung, bevor das Flugzeug seinen Ehrenplatz auf dem Werksgelände bekommt. Zukünftig wird es dann als begehbares Museum und Konferenzraum dienen.
Foto: Molkenthin

Mit “Bremen” zum Mond
Der Start der Artemis-1 Mission verlief am 16. November 2022 erfolgreich. Die unbemannte Orion Raumkapsel erreichte mit dem ESA Servicemodul(ESM) die Mondumlaufbahn ohne Probleme. Alle Systeme arbeiten reibungslos. Die Rückkehr zur Erde ist für den 16. Dezember 2022 vorgesehen.
Weil das erste Servicemodul ESM-1 für die Orion-Raumkapsel zu großen Teilen in Bremen gebaut wurde, erhielt es auch den Namen „Bremen“ .
Leider wird das Servicemodul die Reise nicht überleben, denn vor dem Eintritt der Orion-Raumkapsel in die Erdatmosphäre, trennt sich das ESM-1 „Bremen“ von der Orion und verglüht später in der Erdatmosphäre……
Link zur Artemis-1 Mission der NASA
Quelle: NASA/DLR

Ära der Ariane 5 geht in Bremen zu Ende
Am 16. Dezember 2022 wurde die letzte Airane 5 Oberstufe ausgeliefert, damit endet ein Kapitel Bremer Raumfahrtgeschichte. Mehr als 25 Jahre lang wurde in Bremen die Ariane5 Oberstufe gefertigt, insgesamt sind es 117 Oberstufen, die ausgeliefert wurden. Die Ariane 5 ist derzeit die leistungsfähigste europäische Trägerrakete und ermöglicht es, schwere Nutzlasten in die Erdumlaufbahn zu befördern. Der erste Flug einer Ariane 5 erfolgte am 4. Juni .1996 , der leider nicht erfolgreich verlief. Insgesamt gab es in den ersten Jahren zwei Fehlschläge/Abstürze und drei Teilerfolge(Orbit nicht erreicht). In den letzten 5 jahren verliefen alle Starts reibungslos. Der letzte Flug einer Ariane 5 ist für 2023 geplant und die Nachfolgerin, die Ariane 6, soll in 2024 ihren Erstflug absolvieren.
Foto: Airbus Defence and Space

Letzter Flug einer Ariane 5, eine Ära geht zu Ende
Die Ariane 5ECA ist am 06.07.2023 erfolgreich gestartet und hat die beiden Kommunikationssatelliten „Heinrich-Hertz“ und „Syracuse-4“ erfolgreich ausgesetzt. Damit geht die erfolgreiche 27 jährige Kariere der Ariane 5 endgültig zu Ende.
Dieser letzte von insgesamt 117 Ariane 5 Flügen ist auch eine Bremer Mission. Neben der von der Ariane Group in Bremen entwickelten und produzierten Oberstufe kommt auch der „Heinrich Hertz“ Satellit vom Raumfahrtkonzern OHB aus Bremen. Der „Bremer“ Kommunikationssatellit soll in 36.000 Kilometern Entfernung von der Erde etwa 15 Jahre lang neue Technologien für die Satellitenkommunikation testen.
Die Ariane 6 ist das Nachfolgemodell der Ariane 5. Der Bau der Ariane 6 ist schon so weit fortgeschritten, dass der Erstflug der rund 60 Meter hohen Rakete für Ende 2023 geplant ist.
Foto: ESA

Erstflug der Ariane 6
Am 09. Juli 2024 absolvierte die Ariane6 ihren erfolgreichen Erstflug. Der Start erfolgte vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Die komplette Oberstufe der Ariane 6 wurde im Bremer Werk von ArianeGroup gebaut. Der Erstflug der Rakete war ein Teilerfolg: Es konnten nicht die gesamten Nutzlasten ausgesetzt werden, weil die dritte Zündung des Triebwerks der zweiten Raketenstufe fehlschlug. Es ist geplant, dass der erste kommerzielle Flug vor Ende 2024 stattfinden soll.
Foto: ESA

Erstes E-Flugzeug landet in Bremen
Am 29. August 2024 ist erstmals ein vollelektrisches Flugzeug am Flughafen Bremen gelandet und gestartet, Die Maschine der Firma Elektra Solar aus Landsberg am Lech in Bayern hat zwei Sitze und eine Reichweite von 300 Kilometern. Die Fluggeschwindigkeit beträgt etwa 120 Stundenkilometer, maximal sind es 170 Kilometer pro Stunde und die Geräuschentwicklung ist von weniger als 50 Dezibel sehr leise.
Um die Bedeutung dieses Ereignisses zu unterstreichen, flogen Pilot Uwe Nordmann und Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt mit dem „Elektra Trainer“ über das Stadtgebiet von Bremen und landeten sehr geräuscharm wieder auf dem Flughafen.
Foto: Jens Petersen

Erfolgreicher Start für die Hera-Mission
Die Asteroidensonde Hera ist am 07. Oktober 2024 mit einer Falcon-9 Rakete von Cape Canaveral in Florida erfolgreich gestartet. Hera ist nun auf ihrem Weg zu dem Doppelasteroiden-System Didymos / Dimorphos. In nur vier Jahren hat das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB die Asteroidensonde im Auftrag der ESA entwickelt und gebaut.
Foto: SpaceX
Der heutige Tag ist morgen schon Geschichte…
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